Komplementärmedizin

Als Komplementärmedizin bezeichnet man eine ergänzende oder alternative Medizin gegenüber der klassischen, wissenschaftlich orientierten Medizin („Schulmedizin“) Der Unterschied zur „normalen“ Medizin liegt vorwiegend darin, dass die Komplementärmedizin in vielen Feldern nicht exakt wissenschaftlich erforscht und entsprechend die Ergebnisse oder Wirksamkeit nicht genau belegt sind. Das liegt aber nicht grundsätzlich daran, dass die Komplementärmedizin unwirksam ist, sondern lediglich der Fokus der Wissenschaft auf die klassische, „normale“ Medizin gerichtet ist. Dies ist besonders eine Frage der Finanzierung. Die meisten Studien werden von der Pharmaindustrie unterstützt oder finanziert, mit dem handfesten Ziel, neue, patentgeschützte Medikamente zu entwickeln und zu verkaufen. Vitamine und Mikronährstoffe zum Beispiel können nicht patentgeschützt werden, daher gibt es kaum Geld für Studien in diese Richtung, auch wenn Therapieerfolge noch so vielversprechend sind. Selbst wenn die Studienlage gut ist, wie zum Beispiel bei Migräne und Therapie mit Coenzym Q10, wird das von der Schulmedizin nicht wahrgenommen, warum auch immer.

Die moderne Komplementärmedizin ist in vielen Bereichen Evidenz basiert und steht für diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die sich teilweise aus der Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin, der Mikronährtstofftherapie, der Ernährungsmedizin und verschiedenen Behandlungsmaßnahmen der besonderen Therapierichtungen (TCM, anthroposophische Medizin) herleiten. Wer heilt, hat recht! Deshalb gilt: komplementärmedizinische Methoden können bei vielen Erkrankungen sehr gut wirksam sein, auch wenn sie nicht im klassischen Sinne Evidenz basiert, also wissenschaftlich belegt sind. Da sie fast immer nebenwirkungsarm sind oder gar keine Nebenwirkungen haben, hielte ich es für unethisch und unärztlich, sie dem Patienten vorzuenthalten.

Komplementärmedizinische Behandlungsmethoden sind, wie der Name auch andeutet, immer als ergänzende/begleitende Maßnahmen zu verstehen. Die Akzeptanz dieser Beschränkung auf die Ergänzung und Begleitung ist wesentlich. Oftmals erreicht man mit komplementärmedizinischen Methoden eine Einsparung an chemischen Medikamenten in Anzahl oder Einnahmehäufigkeit. Auch das ist als großer Erfolg zu betrachten. Bei Tumorerkrankungen kann man eine Besserung der Wirksamkeit einer Chemotherapie erreichen und ihre Nebenwirkungen deutlich abschwächen. Bei vielen chronischen Erkrankungen sind deutliche Verbesserungen zu erzielen, denn gerade hier stößt die Schulmedizin häufig an ihre Grenzen.

In der Primärprävention zeigt sich immer mehr, wie wichtig Komplementärmedizin sein kann. Besonders deutlich wird das am Beispiel von Vitamin D. Glaubte man früher, dass Vitamin D nur für den Knochenaufbau notwendig ist, so weiß man heute, dass ein Mangel an Vitamin D unter anderem vermehrt zu Tumor- oder Herz/Kreislauferkrankungen führt; und Mitteleuropa ist Vitamin D-Mangelgebiet!
Dasselbe gilt für viele andere Mikronährstoffe.

Darum lohnt es sich, auf dem Gebiet der Komplementärmedizin aktiv zu sein und das möchten wir in unserer Praxis für Sie tun.

Hilfe bei chronischen Erkrankungen

Gerade bei chronischen Erkrankungen stößt die Schulmedizin häufig an ihre Grenzen. Mit komplementärmedizinischen Methoden kann man hier besonders viel erreichen; bei Migräne, Tinnitus, Psoriasis, Neurodermitis, Diabetes mellitus, Asthma bronchiale, Bluthochdruck, Darmerkrankungen, Depression, um nur einige zu nennen.
Sollten Sie betroffen sein, vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie sich ausführlich beraten.

Hilfe bei Tumorerkrankungen

Auch bei Tumorerkrankungen kann die Komplementärmedizin helfen. Sie ersetzt auf keinen Fall die konventionelle Therapie. Es ist aber möglich, das Therapieergebnis zu verbessern und Nebenwirkungen zu verringern. Krebserkrankungen sind so genannte konsumierende Erkrankungen. Krebs zehrt den Patienten aus. Es kommt zu Mangelernährung und Tumorkachexie (Auszehrung, Untergewicht). Bereits bei Diagnosestellung haben 50% der Patienten an Gewicht verloren. Bis zu 20% weisen einen Gewichtsverlust von über 10 % in 6 Monaten auf. Verstärkt wird die Mangelernährung durch therapiebedingte Nebenwirkungen einer Chemotherapie, einer Strahlentherapie oder durch Folgen einer großen Operation. Die Krebssterblichkeit ist bei Mangelernährung und Tumorkachexie um 30% erhöht. Bei gutem Ernährungs- und Mikronährstoffstatus ist die Ansprechrate auf Chemo- und Strahlentherapiedeutlich erhöht und die Nebenwirkungen sind deutlich geringer.

Die Ziele der komplementären Onkologie sind:

  • Stabilisierung und Verbesserung des Ernährungszustands
  • Vermeidung von Mangelernährung und Gewichtsverlust
  • Verbesserung der Therapietoleranz (Compliance)
  • Erhöhung der Ansprechrate auf Chemo- oder Strahlentherapie Stärkung des Immunsystems
  • Verminderung der Komplikationsrate
  • Verbesserung der physischen und der psychischen Verfassung
  • Erhalt der sozialen Integrität
  • Erhöhung der Lebensqualität

Gerade bei Krebserkrankungen gilt es, alle Kräfte und Reserven zu mobilisieren. Sollten Sie betroffen sein, berate ich Sie gerne in meiner Praxis. Gemeinsam gegen den Krebs!

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